Naturschutzbeauftragter Thomas Stahl war beim 14. Kulturlandschaftstag in Freising mit dabei

Im Fokus des 14. Kulturlandschaftstages der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising stand der Verlust von Lebensraum vieler Wildtiere: Hecken und Grünstreifen müssen immer öfter weichen, weil die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen wächst und immer mehr Fläche benötigt wird.

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War dabei: Thomas Stahl in Freising

Diese Prozesse laufen jedoch unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle ab. Denn Wildtiere in der Agrarlandschaft stehen nicht im Zentrum des Interesses bei Bevölkerung und Landwirten. Die Wildtiere, die es noch gibt, hält man für eine Selbstverständlichkeit, aber für deren Erhalt, bzw. Verbleib in der Kulturlandschaft etwas zu tun? – Fehlanzeige!

Allein bei Vögeln, die auf die Agrarlandschaft angewiesen sind, hat man in den letzten 20-30 Jahren einen Rückgang um die Hälfte erlebt!

Auch Förderprogramme änderten daran bisher wenig. Kritisiert wurde beispielsweise, dass die Förderprogramme zu kurzfristig seien, um wirklich zu greifen. In der Natur dauere es schon einmal ein paar Jahre, bis Erfolge sichtbar würden. Doch leider liefen die Programme oft nur zwei – drei Jahre und dann käme ein neues Programm. Das Interesse der Landwirte sich für diese Programme zu melden, sei dementsprechend gering.

Thomas Stahl kritisierte zudem, dass Landwirte viel zu viel in sensiblen Bereichen machen würden. „Viel zu früh wird an Hecken rumgeschnippelt, zu früh im Jahr wird gemäht und gemulcht. Natur müsste auch mal Natur sein dürfen.“

Der TV-Beitrag mit Thomas Stahl ist unter diesem Link zu finden.